
Erfolgreiche Premiere
3. Platz gesamt, 6 Mann in den Top 25
Elias Jakobs hat dem Team Velolease bei der Premiere der Sauerlandrundfahrt einen Podiumsplatz beschert. Der Betzdorfer belegte nach 132 Kilometern und rund 2.400 Höhenmetern den dritten Rang. Dahinter sorgten Maxime Hagendorf als Vierter und Philipp Stratmann auf Platz acht für ein starkes Mannschaftsergebnis. Insgesamt brachte Velolease sechs Fahrer unter die ersten 25.
Von Arnsberg führte die anspruchsvolle Strecke über zahlreiche kleinere Anstiege hinauf zum Kahlen Asten. Die Jedermannfahrer absolvierten dabei denselben Kurs wie zuvor die Profis. Mehr als 400 Teilnehmer stellten sich bei der Premiere dem Rennen, darunter acht Fahrer des Teams Velolease.
Die Mannschaft übernahm bereits früh Verantwortung im Feld. Ronny Stober und Manuel George hielten das Tempo zunächst kontrolliert und sorgten dafür, dass ihre Teamkollegen im vorderen Bereich des Feldes positioniert blieben.
An der Hirschberger Wand kam es schließlich zur ersten entscheidenden Selektion. Die bis zu 33 Prozent steile Rampe sprengte das Feld und ließ mehrere kleinere Gruppen entstehen. In der Folge formierte sich eine rund 30 Fahrer starke Gruppe an der Spitze.
Dort übernahmen Maxime Hagendorf und Philipp Stratmann immer wieder Führungsarbeit. Mit ihrer Präsenz in der ersten Gruppe hielten sie das Tempo hoch und ermöglichten Elias Jakobs, Kräfte zu sparen und sich für die entscheidende Rennphase zu schonen.
Rund 70 Kilometer vor dem Ziel folgte am Anstieg zum Odin der nächste wichtige Moment. Auf der rund 500 Meter langen Rampe mit mehr als zwölf Prozent Durchschnittssteigung attackierte Jakobs aus der Gruppe. Gemeinsam mit zwei weiteren Fahrern erreichte er die Kuppe und schloss anschließend zur Spitze auf. Damit formierte sich eine acht Fahrer starke Spitzengruppe.
Die Zusammenarbeit funktionierte von Beginn an. Im Flachen wurde konsequent kreiselnd gefahren, während an den Anstiegen ein hohes Tempo angeschlagen wurde. Dadurch wuchs der Vorsprung auf die Verfolger kontinuierlich. Das hohe Tempo forderte allerdings seinen Tribut: Einige Fahrer mussten die Spitze ziehen lassen und fielen in die nächste Gruppe zurück, in der mit Hagendorf und Stratmann weiterhin zwei Velolease-Fahrer vertreten waren.
Vor Eslohe wartete mit der Rochuskapelle ein weiterer entscheidender Anstieg. Dort lag auch das Ziel der Kurzdistanz. Anschließend reduzierte sich die Spitzengruppe auf nur noch vier Fahrer.
Für Jakobs wurde die Schlussphase zur Kraftprobe. Wie seine Teamkollegen war auch er erst eine Woche zuvor beim Ötztaler Radmarathon im Einsatz gewesen. Eine weitere Attacke innerhalb der Spitzengruppe erwies sich schließlich als zu hart, sodass Jakobs zwei Fahrer ziehen lassen musste.
Sein Vorsprung auf die nächste Verfolgergruppe betrug zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits knapp zehn Minuten. So konnte der Velolease-Fahrer den dritten Platz kontrolliert ins Ziel bringen und seinem Team das nächste Podium der Saison sichern.
Auch dahinter setzte Velolease ein Ausrufezeichen. In der zweiten Gruppe sprintete Maxime Hagendorf auf den vierten Platz. Philipp Stratmann komplettierte das starke Mannschaftsergebnis als Achter. Damit standen gleich drei Velolease-Fahrer unter den ersten zehn.
Younes Jäckel belegte Rang 15, Maurice Mack wurde 18. und Ronny Stober erreichte Platz 22. Manuel George kam als 58. ins Ziel, Stefan Eckardt komplettierte das Team auf Rang 74.
Für Velolease war der dritte Platz von Elias Jakobs damit nur ein Teil des Erfolgs. Vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung prägte den Auftritt bei der Premiere: von der kontrollierten Anfangsphase über die Führungsarbeit in der großen Spitzengruppe bis hin zur entscheidenden Attacke am Odin arbeitete das Team taktisch diszipliniert zusammen.
Ein besonderer Dank gilt dem Veranstalter rund um Jörg Scherf. Die Premiere bot den Teilnehmern ein anspruchsvolles Rennen auf einer attraktiven Strecke und war zugleich hervorragend organisiert und abgesichert. Aus Sicht des Teams Velolease hat die Sauerlandrundfahrt damit beste Voraussetzungen, sich dauerhaft im Rennkalender zu etablieren.
