2026 - 10 - Rad am Ring

Triumph in der grünen Hölle
Florian Christ gewinnt die Königsdisziplin bei Rad am Ring

Die Vorgabe von Teamchef Stefan Eckardt war klar - individuelle Ziele wurden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik ging das Team ins Rennen, denn das Ziel war eindeutig - am Ende entweder Florian Christ oder Elias Jakobs ganz oben auf dem Podium stehen zu sehen. Und der Plan ging perfekt auf. Christ sicherte den orange-weißen Mannen den Gesamtsieg über die Königsdisziplin mit 150m km und 3.500 Höhenmetern.
Dazu gewann das Team souverän die Teamwertung und sicherte sich 3 Altersklassensiege.

Das zwölfköpfige Velolease-Aufgebot begann offensiv und erhielt bereits in der ersten Runde Unterstützung durch das Team Sebamed, das ebenfalls an einem hohen Tempo am einzigen langen Anstieg, der Hohen Acht interessiert war. Nach einer kurzen Verschnaufpause in Runde zwei setzte der Plan des Teams ein. Zunächst übernahm der bärenstarke Sebastian Stöhr in der Abfahrt und im ersten Drittel des Anstiegs die Tempoarbeit und selektierte das Feld eindrucksvoll, bevor Daniel Haible das Tempo weiter verschärfte. In den letzten drei Minuten des Anstiegs zog schließlich André Reinlein das Feld endgültig auseinander und reduzierte die Spitzengruppe auf nur noch 17 Fahrer. Die Gruppe der Siegkandidaten war damit bereits deutlich selektiert.

Nach der Rennhälfte entschied sich Reinlein nach kurzer Absprache mit Florian Christ, an der Hohen Acht erneut alles zu investieren. Mit einer weiteren Tempoverschärfung führte er die Gruppe mit höchstem Tempo Richtung Karussell und verkleinerte die Spitze auf nur noch neun Fahrer. Das Ziel einer numerischen Überlegenheit war damit erreicht: Mit Christ, Jakobs und Quirin Raubinger stellte das Team gleich drei Fahrer in der Spitzengruppe, während die Konkurrenz meist nur mit einem oder zwei Fahrern vertreten war. André Reinlein musste seiner Arbeit anschließend Tribut zollen und fiel gemeinsam mit zwei Fahrern vom Team Strassacker in die erste Verfolgergruppe zurück.

Auch in der Folge blieb das Team in Weiß-Orange das aktivste. In Runde fünf übernahm Elias Jakobs die Führungsarbeit, ehe in der Schlussrunde Bergfloh Raubinger das Tempo erneut forcierte. Gemeinsam mit dem späteren Sieger und drei weiteren Fahrern setzte sich die Gruppe zunächst mit rund 25 Sekunden von den Verfolgern um Elias Jakobs ab, wurden aber kurz vor dem Finale von diesen wieder gestellt. Dort spielte das Team seine taktische Überlegenheit perfekt aus. Jakobs attackierte und zwang die Konkurrenz zur Nachführarbeit, während Quirin Raubinger mit hohem Tempo weitere Angriffe konsequent unterband.

Der Zielsprint entwickelte sich schließlich zum Duell zwischen Florian Christ und den beiden Sebamed-Fahrern Flo Heidenwag und Tim Jäger. Clever positionierte sich Christ an deren Hinterrad und zog erst kurz vor der Ziellinie vorbei – der Lohn war ein beeindruckender Sieg in der „Grünen Hölle“.

Elias Jakobs belohnte sich mit Platz fünf und krönte seine starke Leistung zusätzlich mit dem Sieg in seiner Altersklasse.

Während Quirin Raubinger als 7. Über die Ziellinie fuhr, hielt sich André Reinlein aus der Nachführarbeit heraus und fuhr mit Platz 10 ebenfalls in die Top Ten.

Ein ebenfalls starkes Rennen zeigten Maxime Hagendorf und Comebacker Philipp Stratmann. Hagendorf überzeugte mit Rang 13, während Stratmann auf Platz 16 souverän seine Altersklasse gewann. In derselben Altersklasse erreichte Stefan Eckardt mit Rang drei ebenfalls einen Podestplatz.

Daniel Haible und Sebastian Stöhr kamen nach toller Teamarbeit noch auf sehr guten Plätzen 17 und 24 ins Ziel, während Younes Jäckel mit Platz 29, Ronny Stober auf Platz 32 und Manuel George auf Platz 60 das Teamergebnis vervollständigten.

Mit dieser starken Mannschaftsleistung blickt das Team nun voller Zuversicht auf den kommenden Saisonhöhepunkt, den Ötztaler Radmarathon, um dort den nächsten großen Erfolg zu feiern.

 

 

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Bildernachweise: Teamfotos und Portraits von Cleanframework, Leon Zöller, Siegen;Rennbilder von Sportfotograf oder Team Velolease privat
 

 

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