
Starke Teamleistung beim SuperGiro Dolomiti mit beinahe Happy-end
Der Super Giro Dolomiti zählt zu den anspruchsvollsten Jedermann-Radrennen Europas. Auf 228 Kilometern und rund 5.250 Höhenmetern fordert die Strecke ihren Teilnehmern alles ab. Herzstück des Rennens ist der berüchtigte Monte Zoncolan, dessen 7,7 Kilometer langer Anstieg durchschnittlich 14,2 Prozent Steigung aufweist. Bei perfekten Bedingungen präsentierte sich das Team Velolease am vergangenen Wochenende in ausgezeichneter Verfassung und belohnte sich mit zwei Altersklassen-Podien.
Bereits kurz nach dem Start übernahm das Team die Kontrolle an der Spitze des Feldes und sorgte für eine sichere sowie schnelle Anfahrt zum ersten Anstieg des Tages, dem Gailbergsattel. Dank der starken Teamarbeit konnten sich André, Florian und Sebastian früh in den vorderen Gruppen etablieren. Ganz vorne hielt sich Quirin währenddessen in direkter Schlagdistanz zu den Top-Favoriten des Rennens.
Auch Philipp zeigte nach einjähriger Rennpause eine beeindruckende Leistung und hielt sich bis zum Ende des Plöckenpasses in der Favoritengruppe, ehe ihn ein Defekt ausbremste. Gemeinsam mit Maurice kämpfte er sich anschließend dennoch erfolgreich durch das Feld und erreichte trotz des Zeitverlusts einen Platz unter den Top 80.
Während sich das Rennen zunehmend selektierte, arbeiteten sich zahlreiche Fahrer des Teams kontinuierlich nach vorne. Maxime überzeugte dabei mit einer besonders starken Vorstellung. Am langen Anstieg nach Ravascletto löste er sich von seiner Gruppe, schloss später sogar zum Vorjahressieger Jack Burke auf und fuhr schließlich auf einen hervorragenden Platz in den Top 30.
An der Spitze des Rennens zeigte Quirin eine herausragende Leistung. Gemeinsam mit dem späteren Sieger Miguel Brugger schloss er zu den frühen Ausreißern auf und bildete mit dem späteren Sieger Brugger lange Zeit eine 2 Mann Spitze. Erst am letzten Anstieg musste er reißen lassen und wurde schließlich im Gegenwind von einer Dreimann-Gruppe um die beiden Profis Daniel Federspiel und Alban Lakata aufgefahren. Im Sprint um Platz zwei fehlten schließlich wenige Sekunden, dennoch sicherte er sich als Gesamtfünfter einen starken zweiten Platz in seiner Altersklasse.
Auch hinter der Spitze spielte sich ein spannender Rennverlauf ab. Florian und André behaupteten sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe über den Zoncolan und den zweiten Anstieg zum Plöckenpass. Auf den letzten Kilometern übernahm Florian eine wichtige taktische Rolle und kontrollierte die Konkurrenz, während André die entscheidende Offensive setzte.
Rund zehn Kilometer vor dem Ziel schloss André zu einer vorausfahrenden Dreiergruppe auf. Kurz vor dem Ziel attackierte er erneut, um einen Sprint auf dem Kopfsteinpflaster von Lienz zu vermeiden. Die Taktik ging auf: Nach 6:45 Stunden Rennzeit erreichte er als Gesamt-Siebter das Ziel und sicherte sich ebenfalls Rang zwei seiner Altersklasse.
Florian komplettierte das starke Mannschaftsergebnis mit Platz 11 im Gesamtklassement und Rang fünf seiner Altersklasse. Sebastian erreichte trotz eines Ausrutschers in der letzten Spitzkehre sein persönliches Ziel und fuhr als Gesamt-15. ebenfalls auf Platz fünf seiner Altersklasse.
Ronny ging das Rennen etwas defensiver an, arbeitete sich aber im Laufe der Strecke peu à peu nach vorne. Am Ende musste er dem starken Gegenwind am Kartitscher Sattel leicht Tribut zollen und verpasste sein persönliches Ziel „sub 7:30 h“ ganz knapp. Ähnlich wie Ronny erging es Marius. Nachdem er das Team perfekt nach dem Start zum Gailberg gezogen hatte, fuhr er sein eigenes Tempo und später sogar auf Philipp und Maurice auf. Oben am „Plöcken“ kam aber leider der Mann mit dem Hammer. Er kämpfte sich aber bis zum Ende durch. Wer die Strecke kennt und gerade beim Gegenwind am Kartitscher Sattel eine starke mentale Leistung.
Neben den sportlichen Ergebnissen stand einmal mehr der Teamgedanke im Mittelpunkt. Einen besonderen Beitrag leistete Elias, der krankheitsbedingt nicht starten konnte, jedoch die gesamte Verpflegung und Betreuung des Teams übernahm. Auch Teamchef Stefan sorgte mit seiner gewohnt professionellen Vorbereitung für optimale Rahmenbedingungen.
Mit zwei zweiten Plätzen in den Altersklassen, mehreren Top-15-Ergebnissen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung blickt das Team Velolease auf ein äußerst erfolgreiches Rennwochenende in den Dolomiten zurück.
Für viele Fahrer geht es bereits in zwei Wochen beim Gran Fondo Ale in Livigno weiter, bevor mit dem Maratona dles Dolomites eines der Saison-Highlights auf dem Programm steht.
