
Auf den Spuren des Giro d`Italia - Starke Teamleistung beim Granfondo Marcialonga Craft
Mit dem Granfondo Marcialonga stand am vergangenen Wochenende in den Dolomiten ein echter erster Härtetest für das Team Velolease an. Hatte man am Freitag noch den Profis am Passo Falzarego beim Quälen zugesehen, standen nun am Sonntagmorgen Quirin Raubinger, André Reinlein, Florian Christ, Elias Jakobs, Ronny Stober und Stefan Eckardt selbst an der Startlinie. Auf dem Menü standen 135 Kilometer und 3.900 Höhenmeter mit Start und Ziel in Predazzo. Die Strecke führte über vier Dolomiten Pässe, den Passo Costalunga, den Passo Pampeago, den Passo San Pellegrino und den Passo Valles.
Pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss und nach einer kurzen Neutralisation ging es geordnet über Moena in Richtung Vigo di Fassa, wo der Anstieg zum Passo Costalunga begann. Das Tempo war von Beginn an hoch, doch mit Quirin, Elias, André und Florian konnten sich vier Velolease-Fahrer in der Spitzengruppe behaupten.
Auf der Passhöhe beruhigte sich das Rennen etwas was André dazu animierte sich an die Spitze der Gruppe zu setzen und dafür zu sorgen, dass auch im welligen Terrain ein hohes Tempo gefahren wurde. Kurz vor der Abfahrt attackierte einer der Topfavoriten und so ging es sehr zügig bergab Richtung San Valentino, an den Fuße des Passo Pampeago. Hier waren die vier Fahrer zunächst noch gemeinsam unterwegs, ehe sich das Feld nach und nach auseinanderzog. Florian konnte bis etwa zur Hälfte des Anstiegs mit Quirin mithalten, musste nach einer weiteren Tempoverschärfung jedoch abreißen lassen. Quirin befand sich anschließend allein zwischen der Spitzengruppe und den Verfolgern.
Florian hatte in dieser Phase wenig Glück und musste sowohl die Abfahrt des Pampeago als auch den anschließenden Zubringer in Richtung Moena zum Passo San Pellegrino allein bestreiten während Quirin verlief das Rennen gemeinsam mit einem Mitstreiter in die bis zu 115 km/h Abfahrt ging und noch vor der Abzweigung nach Predazzo wieder zur Spitzengruppe aufschließen konnte.
Etwa zur Mitte des Anstiegs des Passo San Pellegrino konnte André zu Florian aufschließen und gemeinsam kämpften sie sich bis zur Passhöhe, wobei André wertvolle Unterstützung leistete. Am abschließenden Passo Valles wurde Florian jedoch von starken Krämpfen geplagt die ihn zu einem kurzen Stopp zwangen, während André sein Rennen allein fortsetzte. Mit einem kontrollierten und konstanten Tempo fuhr er weiter und sicherte sich am Ende seine persönliche Bestzeit und den 18. Gesamtrang.
Auch Quirin blieb seiner Strategie treu. Trotz zahlreicher Attacken in der Spitzengruppe ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen, fuhr konsequent sein eigenes Tempo und konnte sich im weiteren Rennverlauf von mehreren Konkurrenten absetzen. Im Ziel stand ein großartiger 4. Gesamtplatz zu Buche und Quirin war sichtlich gerührt.
„Richtig geiles Rennen und perfekt auf mich zugeschnitten, auch wenn bei großer Hitze extrem hart gefahren wurde,“ sagte der Bayer im Ziel, der seine erste Saison für das Team Velolease fährt.
Ronny verpasste seine angepeilte Zielzeit von fünf Stunden nur knapp, zeigte aber deutlich ansteigende Form. Stefan hatte mit den hohen Temperaturen zu kämpfen und entschied sich schließlich, auf die Mediofondo-Strecke abzubiegen und das Rennen dort zu beenden.
