3. Podium in Folge - Siegener Radteam holt den 3. Platz beim Ötztaler Radmarathon

Am vergangenen Sonntag war es wieder soweit – zum 44. Mal startete die inoffizielle WM der Amateure im Radmarathon, der „Ötztaler“. Als Titelverteidiger in der Teamwertung stand auch das Siegener Team Velolease am Start, das mit Ronny Stober (Irmgarteichen) und Stefan Eckardt (Siegen) auch 2 heimische Fahrer dabeihatte.

Bei kalten 5 Grad ging es um 6.30 Uhr auf die 225 km lange Reise, die traditionell mit 5.500 Höhenmetern über 4 Alpenpässe gespickt ist. Gewohnt schnell und hektisch ging es nach Oetz, an den Fuß des Kühtai, das die erste Kletterpartie des Tages aufweist. Mit Florian Christ, Johannes Schäfer und Andre Reinlein konnten die Siegener 3 Mann unter den besten Fahrern platzieren und mit Daniel Haible, Basti Stöhr und Oliver Vakilzadeh folgten die nächsten bereits in der ersten Verfolgergruppe. Bereits auf der ersten Passhöhe wurde dann auch deutlich, dass es ein schnelles Rennen werden würde und so fuhr die Spitze etwa eine Minute vor dem großen Feld der Favoriten über die Passhöhe.

Nach der ultraschnellen Abfahrt Richtung Innsbruck, in der die Fahrer deutlich über 100 km/h erreichen, ging es mit weiterhin hohem Tempo, begünstigt durch die Windverhältnisse, durch die Tiroler Landeshauptstadt und über den Brenner Richtung Südtirol. Leider büßte das Team hier alle Chancen auf die Titelverteidigung ein, da Basti Stöhr (Antrifttal) zu Fall kam, das Rennen aber fortsetzen und beenden konnte.

Während die Spitze nun am Jaufenpass ernst machte, war das richtige Pacing der entscheidende Faktor. Florian Christ (Benediktbeuern) erwischte einen Sahnetag, kam als 15. über den Pass und konnte seine Top 20 Platzierung auch über das Timmelsjoch, den 2.500 Meter hohen Scharfrichter mit Köpfchen und guten Beinen ins Ziel bringen. Am Ende stand eine Wahnsinnszeit von 7.05 h und der 19. Gesamtrang zu Buche.

Die anderen Velolease-Fahrer kämpften dahinter um das Podium und lieferten durch die Bank eine großartige Leistung ab, die sowohl bei Stober, als auch Daniel Haible, André Reinlein und Stefan Eckardt für deutliche, persönliche Bestzeiten sorgte. Mit klugem Pacing fuhren insgesamt 6 Fahrer unter die Top 125 Starter und stand somit zum dritten Mal in Folge auf dem Podium in Sölden.

Einen Sekundenkrimi erlebte Stefan Eckardt. Bereits 2024 war der 56-jährige bei seinem ersten Start mit dem Ziel angetreten, den Ötztaler unter 9 Stunden zu finishen. Machte ihm letztes Jahr ein Magen-Darm-Virus einen Strich durch die Rechnung, so zeichnete sich diesmal bei der Überquerung des Timmelsjochs eine realistische Chance ab. Die 20 km lange Abfahrt nach Sölden wurde dann zum Nervenkrimi den der Siegener in 8.59,56.3 h gewann und damit stolz sein persönliches Ziel erreichte.

„Das Team hat alles gegeben und ich bin unglaublich stolz auf alle. Auch und besonders die vielen Helfer*innen müssen erwähnt werden, ohne die das nicht möglich wäre“, so Eckardt im Ziel.

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Bildernachweise: Teamfotos und Portraits von Sinje Cramer, Kamerawerk, Siegen; Bilder Teamkit von Toni Eberts Fotografie, Rennbilder von Sportfotograf
 

 

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